Warum kluge Frischvermählte Kopenhagen ausgerechnet im Januar lieben: Halbe Preise, doppelte Romantik und das echte dänische Hygge erleben

Kopenhagen im Januar mag auf den ersten Blick wie eine unkonventionelle Wahl für frischvermählte Paare erscheinen, doch genau darin liegt der Zauber. Während andere Reiseziele von Touristen überlaufen sind, zeigt sich die dänische Hauptstadt in dieser Zeit von ihrer intimsten und authentischsten Seite. Die Kälte draußen macht die warmen Momente zu zweit noch kostbarer, und die niedrigeren Preise ermöglichen es euch, länger zu bleiben und tiefer in die hygge-durchdrungene Atmosphäre einzutauchen. Der Januar verwandelt Kopenhagen in ein romantisches Wintermärchen mit verschneiten Kanälen, gemütlichen Cafés und einer Ruhe, die perfekt ist, um als frisch verheiratetes Paar diese besondere Zeit miteinander zu genießen.

Warum Kopenhagen im Januar bezaubert

Die kurzen Tage und langen Nächte des dänischen Winters schaffen eine intime Atmosphäre, die wie geschaffen ist für eine Hochzeitsreise. Die Stadt erstrahlt in gedämpftem Licht, Kerzen flackern in den Fenstern der bunten Häuser am Nyhavn, und die gesamte Stadt scheint sich in einen einzigen großen Kokon der Gemütlichkeit zu verwandeln. Im Januar erlebt ihr Kopenhagen ohne Menschenmassen – die Sehenswürdigkeiten gehören praktisch euch allein, die Einheimischen haben Zeit für ein Gespräch, und überall spürt ihr diese besondere nordische Winterstimmung.

Die Preise für Unterkünfte sinken deutlich gegenüber den Sommermonaten, oft um 40 bis 50 Prozent. Ein Doppelzimmer in einem charmanten Boutique-Guesthouse im hippen Viertel Vesterbro oder Nørrebro kostet zwischen 60 und 90 Euro pro Nacht – in einem Land, das für seine hohen Preise bekannt ist, ein echtes Schnäppchen. Wer noch sparsamer reisen möchte, findet in modernen Hostels private Doppelzimmer ab etwa 45 Euro.

Die Stadt der tausend Lichter erkunden

Beginnt eure Entdeckungstour am farbenfrohen Nyhavn, wo die pastellfarbenen Häuser auch im Winter fotogen sind. Die Restaurants hier sind zwar teurer, aber ein Spaziergang entlang des Kanals kostet nichts und bietet romantische Ausblicke. Folgt dem Wasser bis zur Kleinen Meerjungfrau – ja, sie ist touristisch, aber im Januar habt ihr sie praktisch für euch allein und könnt den Moment ohne Selfie-Stangen-Chaos genießen.

Das wahre Kopenhagen zeigt sich in den Stadtvierteln abseits der Hauptattraktionen. Vesterbro war einst das Rotlichtviertel und ist heute ein Paradies für junge Paare mit unzähligen Second-Hand-Läden, unabhängigen Galerien und gemütlichen Cafés. Nørrebro hingegen ist multikulturell und lebendig, mit Straßenmärkten und authentischen Imbissen, wo ihr für 5 bis 8 Euro hervorragend essen könnt.

Museen als Winterzuflucht

Wenn die Kälte zu beißend wird, bieten Kopenhagens Museen die perfekte Zuflucht. Das Nationalmuseum ist kostenlos und führt euch durch die dänische Geschichte von der Wikingerzeit bis heute. Die Louisiana, ein Museum für moderne Kunst nördlich der Stadt, kostet etwa 15 Euro Eintritt, aber die Kombination aus Kunst, Architektur und Meerblick macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Fahrt dorthin mit dem Zug entlang der Küste ist bereits ein Highlight für sich.

Das Designmuseum Danmark zeigt, warum dänisches Design weltberühmt ist. Der Eintritt liegt bei etwa 12 Euro, und ihr verbringt leicht zwei Stunden zwischen ikonischen Möbelstücken und innovativen Objekten. Für Hochzeitsreisende besonders reizvoll: die Ausstellungen zur Geschichte des dänischen Kunsthandwerks, perfekt für Inspiration für das gemeinsame Zuhause.

Kulinarische Entdeckungen ohne Budget-Sprengung

Kopenhagen ist bekannt für seine Spitzengastronomie, aber ihr müsst nicht in Michelin-Sternerestaurants gehen, um hervorragend zu essen. Die dänische Street-Food-Szene ist lebendig und erschwinglich. In verschiedenen überdachten Markthallen findet ihr Stände mit Gerichten aus aller Welt für 8 bis 15 Euro pro Person. Besonders im Januar, wenn es draußen kalt ist, sind diese lebendigen, warmen Hallen perfekte Orte für ein entspanntes Abendessen.

Smørrebrød, das traditionelle dänische belegte Brot, bekommt ihr in kleinen Bäckereien und Delikatessenläden für 4 bis 7 Euro pro Stück. Zwei bis drei Smørrebrød machen satt und bieten einen authentischen Einblick in die dänische Esskultur. Kombiniert sie mit einem lokalen Bier aus dem Supermarkt – in Dänemark ist der Alkoholkauf im Einzelhandel erlaubt und deutlich günstiger als in der Gastronomie.

Für ein romantisches Abendessen ohne Vermögensverlust sucht nach Restaurants, die Lunch-Angebote auch am frühen Abend anbieten. Viele gehobene Lokale servieren zwischen 17 und 18 Uhr vergünstigte Menüs für 25 bis 35 Euro pro Person – dieselbe Qualität wie später am Abend, aber zu einem Bruchteil des Preises. Im Januar, wenn die Tage kurz sind, fühlt sich 17 Uhr ohnehin wie Abendessenszeit an.

Fortbewegung clever geplant

Kopenhagen ist eine Fahrradstadt, aber im Januar sind die Bedingungen für Radfahrer herausfordernd. Zum Glück ist das öffentliche Verkehrsnetz hervorragend. Eine 24-Stunden-Karte kostet etwa 18 Euro und umfasst alle Zonen der Stadt sowie die Züge zur Küste. Für einen mehrtägigen Aufenthalt lohnt sich die City Pass Card, die je nach Dauer zwischen 27 und 90 Euro kostet und unbegrenzte Fahrten sowie Rabatte bei vielen Attraktionen bietet.

Die Stadt ist kompakt genug, um viele Ziele zu Fuß zu erreichen. Zieht euch warm an, packt eine Thermoskanne mit heißem Tee oder Kaffee ein – in Supermärkten bekommt ihr guten Kaffee für einen Bruchteil der Café-Preise – und erkundet die Stadt Schritt für Schritt. Die Kälte wird euch näher zusammenrücken lassen, und die anschließende Aufwärmphase in einem Café wird umso köstlicher.

Hygge erleben ohne Vermögen auszugeben

Das dänische Konzept des Hygge – diese unbeschreibliche Mischung aus Gemütlichkeit, Wärme und Wohlbefinden – kostet nichts und ist doch unbezahlbar. Im Januar ist Kopenhagen eine einzige Hymne an das Hygge. Findet ein kleines Café abseits der Touristenpfade, bestellt zwei heiße Schokoladen für jeweils 4 bis 5 Euro, und verbringt Stunden damit, einfach zu sein. Bringt ein Buch oder ein Kartenspiel mit – die Dänen machen das ständig, und niemand wird euch hetzen.

Die öffentlichen Bibliotheken, besonders die spektakuläre Schwarze Diamant am Hafen, sind kostenlos zugänglich und bieten architektonische Meisterwerke als Kulisse für ruhige Stunden zu zweit. Die Aussicht aufs Wasser, die modernen Leseecken und die entspannte Atmosphäre machen sie zu idealen Rückzugsorten an kalten Nachmittagen.

Tagesausflug nach Malmö

Die Öresundbrücke verbindet Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö, und ein Tagesausflug kostet mit dem Zug etwa 12 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt. Malmö ist kleiner, ruhiger und noch günstiger als Kopenhagen. Schlendert durch die Altstadt, besucht das imposante Schloss Malmöhus für etwa 8 Euro Eintritt, und genießt schwedisches Fika – Kaffee mit Zimtschnecke – für rund 5 Euro in einem der gemütlichen Cafés.

Praktische Spartipps für den Januar

Kauft Lebensmittel in Supermärkten statt in Convenience-Stores. Die Preisunterschiede sind erheblich. Ein Frühstück aus dem Supermarkt – frisches Brot, Käse, Aufschnitt, Joghurt – kostet etwa 10 Euro und reicht für zwei Personen. Viele Unterkünfte bieten Zugang zu Gemeinschaftsküchen, wo ihr euch einfache Mahlzeiten zubereiten könnt.

Das Leitungswasser in Dänemark gehört zu den besten der Welt. Kauft eine wiederverwendbare Flasche und füllt sie überall kostenlos auf, statt teure Flaschen zu kaufen. Dieses kleine Detail spart über mehrere Tage erstaunlich viel Geld.

Viele Museen und Attraktionen bieten am späten Nachmittag oder an bestimmten Wochentagen reduzierten oder freien Eintritt. Recherchiert im Voraus und plant eure Besuche strategisch. Die Touristeninformation am Hauptbahnhof bietet kostenlose Stadtpläne und aktuelle Informationen zu Sonderangeboten.

Der Januar in Kopenhagen ist eine Einladung, Reisen neu zu denken. Nicht als Abhaken von Sehenswürdigkeiten, sondern als Eintauchen in einen Rhythmus, eine Kultur, eine Atmosphäre. Für Hochzeitsreisende bietet die Stadt die perfekte Balance zwischen romantischer Zweisamkeit und urbaner Entdeckung – und das alles zu Preisen, die euch länger bleiben lassen, als ihr ursprünglich geplant hattet. Die Erinnerungen, die ihr in diesen kurzen, intensiven Wintertagen sammelt, werden genauso warm leuchten wie die Kerzen in den Fenstern der Stadt.

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Ja hygge über alles
Lieber warme Karibik
Kommt aufs Budget an
Winter kann romantisch sein
Nur mit Sauna danach

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