Diese mondähnliche Landschaft in Jordanien kostet im Januar einen Bruchteil und bietet Erlebnisse, dieeure Freundschaft für immer verändern werden

Stellt euch vor, wie ihr mit euren besten Freunden durch eine Landschaft wandert, die aussieht, als wäre sie direkt einem Science-Fiction-Film entsprungen. Rote Sanddünen erstrecken sich bis zum Horizont, monumentale Felswände ragen hunderte Meter in den Himmel, und die Stille der Wüste wird nur vom Wind unterbrochen, der durch die engen Schluchten pfeift. Wadi Rum in Jordanien ist genau dieser Ort – eine surreale Wüstenlandschaft, die im Januar ihre schönste Seite zeigt. Während Europa friert, herrschen hier tagsüber angenehme 15 bis 20 Grad, perfekt für Outdoor-Abenteuer ohne die sengende Hitze des Sommers. Ein verlängertes Wochenende reicht aus, um in diese außergewöhnliche Welt einzutauchen und Erinnerungen zu schaffen, die ihr noch Jahre später bei euren gemeinsamen Treffen Revue passieren lassen werdet.

Warum Wadi Rum im Januar euer nächstes Abenteuer sein sollte

Der Januar ist die perfekte Zeit, um das Wüstenreich Jordaniens zu erkunden. Die Temperaturen sind mild genug für ausgedehnte Wanderungen und Klettertouren, ohne dass ihr unter der extremen Hitze der Sommermonate leidet. Die Nächte werden zwar kalt – rechnet mit Temperaturen um den Gefrierpunkt –, aber genau das macht das Erlebnis authentisch. Es gibt kaum etwas Beeindruckenderes, als mit Freunden um ein Lagerfeuer zu sitzen, während über euch Millionen von Sternen in einer Klarheit funkeln, wie ihr sie in Europa nie erleben werdet. Die Lichtverschmutzung ist hier gleich null, und die Milchstraße zieht sich als leuchtender Bogen über den Nachthimmel.

Zudem ist der Januar Nebensaison, was bedeutet, dass ihr diese magische Landschaft ohne Touristenmassen genießen könnt. Die Preise für Unterkünfte und Aktivitäten sind niedriger als in den Hauptreisemonaten, und ihr habt die Möglichkeit, authentischere Begegnungen mit den Beduinen zu erleben, die diese Wüste seit Jahrhunderten ihr Zuhause nennen.

Die faszinierende Landschaft von Wadi Rum entdecken

Wadi Rum wird nicht umsonst das „Tal des Mondes“ genannt. Die Erosion hat über Millionen von Jahren eine Kulisse geschaffen, die gleichzeitig fremdartig und atemberaubend schön ist. Riesige Sandsteinfelsen in Rot-, Orange- und Ockertönen dominieren die Landschaft, durchzogen von weitläufigen Sandebenen, die in verschiedenen Rottönen schimmern, je nachdem, wie das Licht einfällt.

Eine der besten Möglichkeiten, die Weite dieser Wüste zu erfassen, ist eine Fahrt mit einem offenen Geländewagen. Diese kostengünstigen Touren werden von lokalen Beduinen angeboten und kosten in der Regel zwischen 20 und 30 Euro pro Person für mehrere Stunden. Ihr könnt Stopps an verschiedenen Sehenswürdigkeiten einlegen: natürliche Felsbrücken, die hoch über dem Wüstenboden schweben, prähistorische Felsgravuren, die Tausende von Jahren alt sind, und enge Schluchten, durch die ihr zu Fuß wandern könnt.

Abenteuer zu Fuß und beim Klettern

Für die Abenteuerlustigen unter euch bietet Wadi Rum hervorragende Möglichkeiten zum Wandern und Klettern. Die Felsformationen hier sind wie geschaffen für Scrambling und Bouldering. Ihr braucht keine teure Ausrüstung – festes Schuhwerk und ein wenig Mut reichen oft aus, um kleinere Felsen zu erklimmen und mit spektakulären Ausblicken belohnt zu werden. Für anspruchsvollere Kletterrouten können lokale Guides für etwa 40 bis 60 Euro pro Tag engagiert werden, die euch sicher durch die Routen führen.

Eine besonders lohnende Wanderung führt durch den Khazali Canyon, wo ihr jahrtausendealte nabatäische Inschriften an den Felswänden bewundern könnt. Der Weg ist einfach und für alle Fitnesslevel geeignet, führt aber in eine andere Zeit und gibt euch das Gefühl, auf den Spuren alter Karawanenrouten zu wandeln.

Übernachten unter dem Sternenhimmel

Das authentische Wadi-Rum-Erlebnis bedeutet, mindestens eine Nacht in einem traditionellen Beduinencamp zu verbringen. Diese Camps gibt es in verschiedenen Preisklassen, aber selbst die einfachsten Optionen bieten ein unvergessliches Erlebnis. Für eine Gruppe von Freunden eignen sich besonders die budgetfreundlichen Camps, die zwischen 25 und 40 Euro pro Person und Nacht kosten, inklusive Abendessen und Frühstück.

Die Zelte sind oft mit Matratzen und reichlich Decken ausgestattet – im Januar werdet ihr diese definitiv brauchen. Das Abendessen wird traditionell zubereitet, oft in einem Zarb, einem unterirdischen Ofen, wo Fleisch und Gemüse über Stunden langsam garen. Nach dem Essen sitzt ihr gemeinsam mit anderen Reisenden und den Gastgebern um das Feuer, trinkt süßen Beduinentee und lauscht den Geschichten über das Leben in der Wüste.

Camping unter freiem Himmel

Für die Hartgesottenen unter euch gibt es auch die Möglichkeit, komplett unter freiem Himmel zu schlafen. Einige Camps bieten diese Option für etwa 15 bis 20 Euro pro Person an. Ihr bekommt Matratzen und Decken und schlaft direkt auf dem Sand, ohne Zeltdach über euch – nur der unendliche Sternenhimmel. Im Januar ist dies durchaus machbar, solange ihr euch warm einpackt. Es ist ein Erlebnis, das ihr nie vergessen werdet: Einschlafen unter Millionen von Sternen und Aufwachen mit dem ersten Licht der Morgensonne, die die Felsen in goldenes Licht taucht.

Kulinarische Erlebnisse in der Wüste

Die jordanische Küche ist herzhaft, würzig und perfekt für kalte Wüstennächte. In den meisten Camps ist das Essen im Preis inbegriffen, aber wenn ihr im nahegelegenen Dorf Rum Zeit verbringt, findet ihr kleine Lokale, wo ihr für 5 bis 8 Euro ein sättigendes Mittagessen bekommt. Probiert unbedingt Mansaf, das Nationalgericht Jordaniens – Lamm in fermentierter Joghurtsauce mit Reis. Oder Maqluba, ein Gericht aus Reis, Gemüse und Fleisch, das beim Servieren spektakulär umgedreht wird.

Zum Frühstück erwarten euch meist Fladenbrot, Hummus, Labneh (dickflüssiger Joghurt), Oliven und Gemüse – einfach, aber köstlich und energiereich für einen Tag voller Abenteuer. Der allgegenwärtige Beduinentee, stark und süß, hält euch in den kühlen Morgenstunden warm.

Praktische Tipps für euer Wüstenwochenende

Die Anreise nach Wadi Rum erfolgt am einfachsten von Aqaba aus, das etwa eine Stunde Fahrt entfernt liegt. Von dort könnt ihr euch ein günstiges Sammeltaxi teilen, das euch für etwa 7 bis 10 Euro pro Person zum Besucherzentrum von Wadi Rum bringt. Wenn ihr zu mehreren reist, lohnt es sich, direkt einen Fahrer für Hin- und Rückfahrt zu vereinbaren – das kostet etwa 40 bis 50 Euro insgesamt und bietet mehr Flexibilität.

Der Eintritt ins Wadi Rum Schutzgebiet kostet etwa 5 Euro pro Person, wenn ihr den Jordan Pass noch nicht habt. Diesen Pass solltet ihr euch vor der Reise besorgen, da er neben dem Visum auch Eintritte zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Jordaniens abdeckt und sich bereits ab einem Wochenendtrip lohnt.

Was ihr einpacken solltet

Die Temperaturschwankungen im Januar sind erheblich. Tagsüber kann es angenehm warm werden, nachts jedoch bitterkalt. Packt Schichten ein: T-Shirts für den Tag, aber auch Fleecejacken und eine warme Jacke für abends. Eine Mütze und Handschuhe sind für die Nächte unverzichtbar. Gutes Schuhwerk ist wichtig – Wanderschuhe oder zumindest feste Sneakers sollten es sein. Vergesst nicht Sonnencreme und Sonnenbrille, denn die Wintersonne kann in der Wüste täuschen.

Eine Stirnlampe oder Taschenlampe ist nützlich für nächtliche Toilettengänge im Camp. Außerdem solltet ihr eine wiederverwendbare Wasserflasche mitbringen – Wasser wird in den Camps bereitgestellt, aber es hilft, Plastikmüll zu vermeiden.

Gemeinsame Erlebnisse, die verbinden

Was Wadi Rum zu einem perfekten Ziel für einen Trip mit Freunden macht, ist die Kombination aus Abenteuer und gemeinsamen Momenten. Ob ihr zusammen einen Felsen erklimmt und euch gegenseitig nach oben zieht, beim Sonnenuntergang auf einer Düne sitzt und über das Leben philosophiert, oder nachts um das Feuer sitzt und Pläne für zukünftige Reisen schmiedet – diese Wüste schafft einen Rahmen für Erlebnisse, die eure Freundschaft vertiefen.

Die Einfachheit des Lebens in der Wüste – ohne Internet, ohne Ablenkungen, nur ihr, die Natur und die Sterne – erinnert daran, was wirklich zählt. Im Januar, wenn das neue Jahr gerade begonnen hat, ist es der perfekte Moment, um gemeinsam inne zu halten, zu reflektieren und neue Energie zu tanken.

Wadi Rum ist mehr als nur ein Reiseziel. Es ist eine Erfahrung, die euch zeigt, wie klein wir im Angesicht der Natur sind und gleichzeitig, wie groß sich das Leben anfühlen kann, wenn wir es mit den richtigen Menschen teilen. Pack eure Rucksäcke, schnappt euch eure Freunde und macht euch bereit für ein Wochenende, das ihr so schnell nicht vergessen werdet.

Wo würdest du in Wadi Rum am liebsten schlafen?
Unter freiem Sternenhimmel
Im traditionellen Beduinenzelt
Lieber warmes Hotel
Auf einer Sanddüne
Gar nicht zu kalt

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